FAQ - Gewicht

Hier finden Sie eine Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen unserer Kunden - ganz allgemein zum Thema Wiegen oder spezielle Fragen zu unseren Personenwaagen.

 
Die Messung funktioniert nach dem Prinzip der B.I.A., der Bioelektrischen-Impedanz-Analyse. Dabei wird innerhalb von Sekunden durch einen nicht spürbaren, völlig unbedenklichen und ungefährlichen Strom eine Bestimmung von Körpergewebsanteilen ermöglicht. Unter der Einberechnung von Konstanten bzw. individuellen Werten (Alter, Größe, Geschlecht, Aktivitätsgrade) kann der Fett-, Wasser- und Muskelanteil im Körper bestimmt werden. Muskelgewebe und Wasser haben eine gute elektrische Leitfähigkeit und daher einen geringeren Widerstand. Fettgewebe hingegen hat eine geringe Leitfähigkeit, da die Fettzellen durch sehr hohen Widerstand den Strom kaum leiten.
 
Ein hoher Körperfettanteil bedingt ein höheres Krankheitsrisiko und ist durch bloßes Ansehen nicht feststellbar. Auch augenscheinlich schlanke Menschen können einen erhöhten Körperfettanteil haben! Nachfolgende Körperfettwerte geben Ihnen eine Richtlinie (für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt!).



Bei Sportlern ist oft ein niedrigerer Wert festzustellen. Je nach betriebener Sportart, Trainingsintensität und körperlicher Konstitution können Werte erreicht werden, die noch unterhalb der angegebenen Richtwerte liegen. Bitte beachten Sie jedoch, dass bei extrem niedrigen Werten Gesundheitsgefahren bestehen können.
 
Der Anteil des Körperwassers liegt normalerweise in folgenden Bereichen:


 
Körperfett beinhaltet relativ wenig Wasser. Deshalb kann bei Personen mit einem hohen Körperfettanteil der Körperwasseranteil unter den Richtwerten liegen. Bei Ausdauer-Sportlern hingegen können die Richtwerte aufgrund geringer Fettanteile und hohem Muskelanteil überschritten werden.

Die Körperwasserermittlung mit handelsüblichen Personenwaagen sind nicht dazu geeignet, medizinische Rückschlüsse auf z.B. altersbedingte Wassereinlagerungen zu ziehen. Fragen sie gegebenenfalls ihren Arzt.

Grundsätzlich gilt es, einen hohen Körperwasseranteil anzustreben.

Die genaue Beobachtung der Körperfett- und Körperwasserentwicklung ist insbesondere bei Diäten wichtig. Kurzfristige Gewichtsabweichungen innerhalb von wenigen Tagen sind zumeist lediglich durch Flüssigkeitsverlust bedingt. Wenn Gewicht und Körperfettanteil gleichzeitig sinken, funktioniert Ihre Diät – Sie verlieren Fettmasse. Idealerweise unterstützen Sie Ihre Diät mit körperlicher Aktivität, Fitness- oder Krafttraining. Damit können Sie mittelfristig Ihren Muskelanteil erhöhen.
 
Eine gut trainierte Muskulatur erfüllt zahlreiche Aufgaben: Sie stützt die Wirbelsäule und entlastet die Bandscheiben. Sie hilft, Verspannungen zu beseitigen und ihnen vorzubeugen. Sie trägt zu einer verbesserten Haltung bei. Zudem verbrauchen Muskeln mehr Energie als das übrige Körpergewebe und tragen daher einen wichtigen Anteil zur Fettverbrennung bei. Damit ist der Aufbau der Muskulatur ein wichtiger Faktor, wenn man langfristig abnehmen will.

Der Muskelanteil liegt normalerweise in folgenden Bereichen:


 
Unsere Knochen sind, wie der Rest unseres Körpers, natürlichen Aufbau-, Abbau- und Alterungsprozessen unterworfen. Die Knochenmasse nimmt im Kindesalter rasch zu und erreicht mit 30 bis 40 Jahren das Maximum. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse dann wieder etwas ab. Mit gesunder Ernährung (insbesondere Kalzium und Vitamin D) und regelmäßiger körperlicher Bewegung können Sie diesem Abbau ein Stück weit entgegen wirken. Mit gezieltem Muskelaufbau können Sie die Stabilität Ihres Knochengerüstes zusätzlich verstärken.
Beachten Sie, dass eine handelsüblichen Personenwaage nicht den Kalziumgehalt der Knochen ausweist, sondern das Gewicht aller Bestandteile der Knochen (organische Stoffe, anorganische Stoffe und Wasser) ermittelt.

Achtung: Bitte verwechseln Sie die Knochenmasse nicht mit der Knochendichte. Die Knochendichte kann nur bei medizinischer Untersuchung (z.B. Computertomographie, Ultraschall) ermittelt werden. Deshalb sind Rückschlüsse auf Veränderungen der Knochen und der Knochenhärte (z.B. Osteoporose) mit einer handelsüblichen Personenwaage nicht möglich.

Die Knochenmasse lässt sich kaum beeinflussen, schwankt aber geringfügig innerhalb der beeinflussenden Faktoren (Gewicht, Größe, Alter, Geschlecht).

Achtung: Körperfett, Körperwasser oder Muskelanteile können nicht addiert werden (Muskelgewebe enthält auch Bestandteile aus Körperwasser).
 
Waagen mit der "Vibration-on"-Funktion haben einen eingebauten Erschütterungssensor. Schlagen Sie mit dem Fuß kurz, kräftig und gut hörbar auf die Waage, um diesen Erschütterungssensor zu aktivieren. Sobald 0.0 im Display erscheint, kann die Waage betreten werden.

Die "Tap on"-Funktion beschreibt das Einschalten der Waage durch leichtes Antippen der Trittfläche. D.h. der Anwender muss die Waage antippen und warten bis 0.0 im Display erscheint. Dann kann die Waage betreten und die Messung begonnen werden.
 
Diagnosewaagen dürfen nicht von Personen mit elektrisch betriebenen Implantaten (z.B. Herzschrittmacher, Medikamentenpumpen) verwendet werden.

Personen mit elektrisch leitenden Implantaten (z.B. Knochenschrauben, Hüftprothesen) können die Waagen gefahrlos benutzen, es kann aber dabei aufgrund der besseren elektrischen Leitfähigkeit des Implantates im Vergleich zum Gewebe zu Messungenauigkeiten kommen.
 
Die Diagnosewaage sollte nicht während der Schwangerschaft benutzt werden. Aufgrund des Fruchtwassers kann es zu Messungenauigkeiten kommen.
 
  • Anatomische Abweichungen (z.B. Beinlänge erheblich verkürzt oder verlängert)
  • Volumen der Waden bzw. der Oberschenkel
  • Trainingszustand der Muskulatur
  • Knochenbau
  • Fettverteilung im Körper
  • Gesundheitszustand des Nutzers
  • schlechter Kontakt zwischen Fußsohle und Elektroden
  • starkes Schwitzen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Ödeme oder Hämatome an den Beinen
  • Fieber
  • Messung nach körperlicher Anstrengung
  • Messung zu unterschiedlichen Tageszeiten
  • schwankendes Körpergewicht
  • Schwangerschaft (Fruchtwasser)
  • Implantate aus Metall
  • Hornhaut auf der Fußsohle
 
Unterschiedliche Gewichtsangaben können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise durch unruhiges Stehen auf der Waage, wenn die Waage zwischen den Messungen verschoben oder angehoben wurde, vor der Messung keine korrekte Nullung/Initialisierung vorgenommen wurde oder die Person mal etwas weiter vorn, mal etwas weiter hinten auf der Waage steht.

Zudem kann durch technische Toleranzen zwischen zwei Messungen ein Unterschied bei den Messergebnissen von bis zu +/- 0,5 kg entstehen. Die Wiederholgenauigkeit bei der Gewichtsermittlung gemessen auf einer Waage ist +/- 0,3 kg. Vergleicht man mehrere Waagen untereinander, ist die maximale Toleranz bei 40 kg Gewicht +/- 0,5 kg und bei 100 kg Gewicht +/- 1,1 kg.

Unterschiedliche Körperfettwerte können entstehen durch schwankende Messergebnisse in der Gewichtsmessung, Einwirkung von äußeren Faktoren (z.B. trockene Füße), Bewegungsartefakte oder wenn der Anwender von einer zur anderen Messung unterschiedlich auf den Elektroden steht. Die Toleranz bei der Körperfett- bzw. Körperwassermessung ist +/- 1%.
 
Die verschiedenen Hersteller hinterlegen in der Software verschiedene Bewertungen der Messergebnisse. Diese Bewertungen können zu Unterschieden in den Messergebnissen führen. Grundsätzlich sollte man die Körperfettmessung nach der B.I.A.-Methode als Trendmessung und nicht als Absolutmessung ansehen, da die gesamte Messung von vielen äußeren Faktoren abhängt. Beispielsweise kann bei einer Diät mit einer Diagnosewaage die Veränderung im Körperfettanteil sehr gut verfolgt werden.
 
Der Sportlermodus ist eine zusätzliche Funktion zur Anpassung der Körperfettmessung an die individuellen Gegebenheiten einer Anwendergruppe. Bei der Körperfettanalyse sind zur Berechnung des Körperfettanteils - neben der eigentlichen Messung des Körperwiderstands - mehrere feste Parameter in der Software der Waage hinterlegt. Im Normalmodus spiegeln diese Konstanten den in medizinischen Studien erhaltenen Durchschnitt der "Normalbevölkerung" wieder. Da die Verteilung der unterschiedlichen Körperkompartimente (Muskelgewebe, Knochen, Fett, usw.) bei Sportlern anders ist als bei der "Normalbevölkerung", wurde der sog. Sportlermodus eingebaut. Bei diesem Modus sind Konstanten, die durch medizinische Studien mit Sportlern erhoben wurden, hinterlegt. Die unterschiedlichen Messwerte ergeben sich also durch die unterschiedlichen Konstanten in der Software.