FAQ - Blutdruck

Hier finden Sie eine Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen unserer Kunden - ganz allgemein zum Thema Blutdruckmessung oder spezielle Fragen zu unseren Blutdruckmessgeräten.

 
Das Herz pumpt Blut in den Kreislauf, um die Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Abfallstoffe abzutransportieren. Die Gefäße, in denen das Blut zu den Organen fließt, heißen Arterien. Der Druck, den das Blut dabei auf die Wände der Arterien ausübt, nennt man Blutdruck. Dabei versteht man unter Systole den Druck der im Gefäß herrscht, wenn sich der Herzmuskel zusammen zieht und das Blut in den Körper pumpt. Unter Diastole versteht man den Druck im Moment der Herzentspannung.
 
Durch Bluthochdruck kann es zu Herzschwäche, Verhärtung und Verengung der Gefäße kommen. Bei verengten Gefäßen wird die Durchblutung der Organe geringer und das Herz muss einen höheren Druck erzeugen, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Dadurch wird der Blutdruck weiter erhöht. Die Lebenserwartung kann bereits durch leichten Bluthochdruck verkürzt werden. Da es keine äußerlichen Anzeichen gibt, die frühzeitig vor Hypertonie warnen, ist eine regelmäßige Kontrolle sehr wichtig.
 
Bei der Handgelenksmessung können bei Herzrhythmusstörungen und Veränderungen der Arterien im Handgelenk (z.B. altersbedingt) fehlerhafte Messergebnisse entstehen. Insbesondere bei älteren Menschen können somit Handgelenksgeräte möglicherweise ungenaue Ergebnisse ermitteln. Die Arterien am Oberarm sind nicht so sensitiv bezüglich solcher Einflüsse. Daher sind gelegentliche Vergleichsmessungen am Oberarm empfehlenswert.
 
  • Vor der Messung: Ruhezeit von 5 Minuten
  • Während der Messung entspannen
  • Im Sitzen messen
  • Den Ellbogen auf eine Tisch- oder andere Flächen stützen
  • Während dem Messen nicht bewegen oder reden
  • Handgelenk-Blutdruckmessgerät auf Herzhöhe halten und das Handgelenk abstützen, Handfläche zeigt nach oben
  • Möglichst immer zur gleichen Tageszeit messen
  • Warten Sie zwischen den Messungen mindestens 5 Minuten.
  • Dokumentieren Sie die Messergebnisse, um sie mit Ihrem Hausarzt besprechen zu können
 
Der ideale Blutdruck für Erwachsene liegt bei einem Ruhewert von etwa 120 zu 80 mmHg. Ab 140 zu 90 mmHg spricht man von leichtem, ab 160 zu 100 mmHg von mittlerem bzw. starkem Bluthochdruck (Hypertonie).



Liegt Ihr gemessener Blutdruck im Normal- oder Optimalbereich, ist die Selbstkontrolle ausreichend. Bei Werten im hohen Normalbereich und bei leichter Hypertonie empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt. Erreichen Sie Werte im Bereich der mittleren oder starken Hypertonie sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
 
Die in der Arztpraxis gemessenen Werte sind meist etwas höher, als wenn Sie zu Hause in entspannter, häuslicher Atmosphäre Ihre Werte selbst messen. Dieser Effekt wird daher auch als "Praxis-" oder "Weißkittel-Hypertonie" bezeichnet.

Auf der anderen Seite können Menschen, die unter dem Stress der Alltagsbedingungen erhöhte Blutdruckwerte haben, unter den Ruhebedingungen beim Arzt normale Werte aufweisen.
 
Vor jeder Messung und zwischen aufeinander folgenden Messungen sollte mindestens eine Pause von 5 Minuten eingelegt werden.
 
Alle Sanitas Blutdruckmessgeräte sind klinisch getestet und haben sehr geringe Gerätetoleranzen. Meist kommen Messunterschieden bei zwei hintereinander ausgeführten Messungen durch andere Faktoren zustande.

Zu diesen Faktoren gehören beispielsweise körperliche oder geistige Veränderungen (z.B. durch Stress), körperliche Bewegung, Muskelspannung, Sprechen, Aufregung oder Lärm.

Zudem können folgende Fehler bei der Durchführung der Messung relevant sein:
  • die Manschette wurde zu eng / zu locker angelegt
  • die Manschette befindet sich nicht auf Herzhöhe
  • die Pause zwischen zwei Messungen ist kürzer als 5 Minuten
  • der Proband wurde nicht ausreichend optisch und akustisch abgeschottet
 
Mit dem WHO*-Indikator können Sie die Messergebnisse spielend leicht interpretieren. Die Einstufung erfolgt gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation). Die Balkengrafik im Display und die Skala auf dem Gerät geben an, in welchem Bereich sich der ermittelte Blutdruck befindet. So erkennen Sie auf einen Blick, wie es um Ihren Blutdruck steht.


 
Geräte mit Arrhythmie-Erkennung können während der Messung eventuelle Störungen des Herzrhythmus identifizieren und dann gegebenenfalls nach der Messung mit dem Symbol  darauf hinweisen. Dies kann ein Indikator für eine Arrhythmie sein. Arrhythmie ist eine Krankheit, bei der der Herzrhythmus aufgrund von Fehlern im bioelektrischen System, das den Herzschlag steuert, anormal ist. Die Symptome (ausgelassene oder vorzeitige Herzschläge, langsamer oder zu schneller Puls) können u.a. von Herzerkrankungen, Alter, körperlicher Veranlagung, Genussmitteln im Übermaß, Stress oder Mangel an Schlaf herrühren. Arrhythmie kann nur durch eine Untersuchung bei Ihrem Arzt festgestellt werden.
 
Unsere Geräte arbeiten mit der sog. „oszillometrischen Messung“. Bei Herzrhythmusstörungen, besonders bei Vorhofflimmern, sind elektronische Geräte mit oszillometrischer Messung nur bedingt geeignet. Hier muss die Blutdruckmessung mit dem Stethoskop-Gerät (Riva-Rocci) erfolgen, da es bei elektronischen Geräten zu verfälschten Messergebnissen kommen kann. Bitte beachten Sie dazu auch die Hinweise in unserer Gebrauchsanweisung.
 
Das sprechende Blutdruckmessgerät SBM 19 ist ideal für Personen mit schlechterem Sehvermögen. Die Messergebnisse erscheinen nicht nur auf dem Display sondern werden zudem akustisch wiedergegeben (wahlweise in den Sprachen D, GB oder ES).
 
Die "Betreiberverordnung für Medizinprodukte" schreibt regelmäßige messtechnische Kontrollen vor, wenn das Gerät zu gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken eingesetzt wird. Auch bei privater Benutzung empfehlen wir Ihnen eine messtechnische Kontrolle in 2-Jahres-Abständen beim Hersteller.